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Samstag, 5. Dezember 2009

If you're reading this now, then you're on the darkweb.

Ich interessiere mich schon etwas länger für anonyme Netze, Darknets etc, doch dieser Artikel des Guardian hat mich endgültig davon überzeugt mir Freenet (sehr verwirrender Name für Deutsche) zu installieren:

Installing the software takes barely a couple of minutes and requires minimal computer skills. You find the Freenet website, read a few terse instructions, and answer a few questions ("How much security do you need?" … "NORMAL: I live in a relatively free country" or "MAXIMUM: I intend to access information that could get me arrested, imprisoned, or worse"). Then you enter a previously hidden online world. In utilitarian type and bald capsule descriptions, an official Freenet index lists the hundreds of "freesites" available: "Iran News", "Horny Kate", "The Terrorist's Handbook: A practical guide to explosives and other things of interests to terrorists", "How To Spot A Pedophile [sic]", "Freenet Warez Portal: The source for pirate copies of books, games, movies, music, software, TV series and more", "Arson Around With Auntie: A how-to guide on arson attacks for animal rights activists". There is material written in Russian, Spanish, Dutch, Polish and Italian. There is English-language material from America and Thailand, from Argentina and Japan. There are disconcerting blogs ("Welcome to my first Freenet site. I'm not here because of kiddie porn … [but] I might post some images of naked women") and legally dubious political revelations. There is all the teeming life of the everyday internet, but rendered a little stranger and more intense. One of the Freenet bloggers sums up the difference: "If you're reading this now, then you're on the darkweb."

Freenet wird momentan unter anderem in China per CD und USB-Sticks von Freund-zu-Freund verteilt um dort ein zenzurfreies Internet zu ermöglichen.

Wenn man sich Freenet installiert wird automatisch ein bestimmter Teil deiner Festplatte (min 512MB, frei wählbar) verschlüsselt und darin ein Teil des Freenets gespeichert.
Jeder Teilnehmer ist somit Teil des Freenets an sich.
Anfragen werden an verbundene Knoten gesendet und von dort aus weiter, wenn der Knoten nicht selbst die Daten hat. Das Ergebnis wird wieder über die an der Anfrage beteiligten Knoten geschickt, so dass niemand weiß ob man selber die Anfrage gestellt hat oder sie nur weiterleitet. Das ganze geschieht natürlich verschlüsselt.

Zusätliche Sicherheit entsteht wenn man genügend Leute kennt die bei Freenet mitmachen, da man sich dann zu seinen Freunden verbinden kann und so zu immer mehr Knoten verbunden ist denen man absolut vertrauen kann.
Also meldet euch wenn ihr schon Freenet benutzt oder es euch installieren wollt, zwecks Schlüsseltausch. Am besten per e-Mail an : arno-nyhhm<>web.de

Freitag, 3. Oktober 2008

Sie gehen direkt ins Gefängnis, ziehen nicht über Los, ziehen keine 2000€ ein!



Neulich bekam ich folgende Mail :

"Your internet access is going to get suspended!

The Internet Service Provider Consorcium was made to protect the rights of software authors, artists.
We conduct regular wiretapping on our networks, to monitor criminal acts.

We are aware of your illegal activities on the internet wich were originating from

You can check the report of your activities in the past 6 month that we have attached. We strongly advise you to stop your activities regarding the illegal downloading of copyrighted material of your internet access will be suspended.

Sincerely
ICS Monitoring Team"

Attachment (durch ein harmloses Programm ersetzt) : Antimoney

Nee, is klar. ;-)

Donnerstag, 24. Januar 2008

schäuble-sicheres Tauschen


Seit gut 3 Wochen wird nun Vorratsgespeichert.
Die Polizei darf die Daten nutzen, um schwere Verbrechen zu verhindern und aufzuklären.
Das ist gut.
Das Dumme ist nur, dass sich die Musik- und Filmindustrie zudem den Zugriff auf die geammelten Daten zur Verfolgung „mittels Telekommunikation begangener Straftaten“ als zulässig (§ 100g StPO) erklären ließ.
Dieser Passus hat nur eine Funktion : Jagd auf jeden machen, der sich mal das ein oder andere in einer Tauschbörse heruntergeladen hat - egal ob Minderjährig oder nicht, egal ob 5 Lieder oder 10000. Zusammen mit den harten Uhrheberrechtsgesetzen ist das - überspitzt dargestellt - als ob man auf den Diebstahl eines Schokoriegels bis zu 5 Jahre Gefängnis setzen würde.
Mit dem Unterschied das nicht wirklich etwas gestohlen wird. :-)

Wie auch immer. Ich nehme an jeder von euch hat schon mal eine CD/DVD gebrannt, oder ein Lied (illegal) heruntergeladen. Der Unschuldige schreibe den ersten bösen Kommentar!

Was kann der technik-affine Leser nun tun, um nicht auf den ein oder anderen (natürlich völlig legalen) Musik und Filme-Tausch verzichten zu müssen, wenn er dabei anonym bleiben möchte, um nicht versehentlich mit den bösen Raubmordkopierkillern verwechselt zu werden?

Nun, der gute Netzpirat macht sich natürlich Gedanken um seine treue Leser und hat da mal eine Übersicht der Alternativen zu "normalem" nicht anonymen Filesharing gemacht:

Edonkey, µTorrent, Azureus und co. über TOR laufen lassen:
Mit TOR kann man seinen Internetverkehr anonymisieren lassen, indem man es alle Datenpakete verschlüsselt über viele verschiedene Stationen schicken lässt, so dass die Gegenstelle nicht wissen kann, woher die Daten kommen, und wohin die Antwort geschickt werden soll.
- Klappt zum Surfen sehr gut, dafür wurde es auch konzipiert.
Pro:
- kostenlos, open source
- anonymer gehts kaum.
- so viel Auswahl wie in gewöhnlichen Tauschbörsen
Contra:
- Leider reicht die Geschwindigkeit nicht zum Filesharing.
- Außerdem würde Filesharing das Tor-Netzwerk über kurz oder lang völlig überlasten.
Fazit :
-> keine Alternative.

Stealthnet
ist ein File-Sharing-Programm, das eigens fürs anonyme Tauschen gemacht wurde.
Pro:
- kostenlos, open source
- schneller als über TOR, bei gleicher Anonymität
Contra:
- nur sehr wenige Nutzer bis jetzt, deshalb wenig Auswahl an Inhalten
Fazit :
-> hat Potenzial

Filesharing per VPN über die Schweiz/Schweden
Es gibt verschiedene Anbieter für VPN-Accounts in der Schweiz oder Schweden. Von ihnen bekommt man dann bei der Einwahl ins Netz eine anonyme schweizerische/schwedische IP zugewiesen und sämtlicher Internetverkehr wird dann über die verschlüsselt über ein dort ansässiges Rechenzentrum geleitet.
Pro:
- ziemlich anonym, da nur der Anbieter den wahren Empfänger/Versender der Daten kennt.
- volle Geschwindigkeit deiner Verbindung möglich
Contra:
- kostet meist zwischen 5 und 10$ im Monat (zusätzlich zu den normalen Kosten deines Internetanbieters)
- nicht 100% anonym.
Fazit:
- professionelle Lösung um schnell anonym herunterzuladen

Oldschool-Filesharing
Man trifft sich einfach wie früher auf einer LAN-Party oder Daheim, bringt Festplatten und/oder DVDs mit und tauscht, brennt etc.
Pro:
-
da kann keiner mitloggen
- große Daten lassen sich sehr schnell tauschen
- man kommt vor die Tür, trifft sich mit Freunden
Contra:
- man muss vor die Tür ;-)
- schwierig, wenn die Personen weit von einander weg wohnen.

Tauschen per verschlüsseltem FTP-Zugang
Im Prinzip das selbe wie "Oldschool-Filesharing" nur das man einen verschlüsselten FTP-Server aufmacht, und Tauchpartnern ein Benutzerkonto einrichtet.
Pro:
- man weiß von außen nicht, was getauscht wird
- am sichersten, solange man Benutzerkonten und Passwörter nicht überall ausposaunt
- volle Geschwindigkeit der Internetleitung nutzbar
Contra:
- Anzahl der Tauschpartner sehr begrenzt
Fazit:
-> meiner Meinung nach die beste Lösung, weil sie sehr sicher ist, und man im Idealfall die volle Geschwindigkeit seiner Verbindung ausnutzen kann.

So, mal wieder dem Schäuble ein Schnippchen geschlagen. Ich wünsche fröhliches Tauschen! :-)