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Montag, 8. August 2011

V - Die Besucher



Die letzten 3 Wochen habe ich nicht wie gewöhnlich einmal in der Woche den Fernseher eingeschaltet, um Dienstags abends den genialen Serienabend mit jeweils 2 Folgen der Simpsons, Two and a Half Men und der genialen Big Bang Theory zu schauen, sonden noch einmal, nämlich um Montags V - Die Besucher zu schauen, eine der besten und intelligentesten Science-Fiction Serien der letzten Dekade.
Schon die virale Werbekampagne im Vorfeld , mit mehrdeutigen, aber nichtssagenden Werbespots unterlegt mit einer Frauenstimme die in seltsam beruhigendem Ton "Habt keine Angst" verkündete, zusammen mit einer URL, auf der man dann einen sekten-artigen Psycho-Test machen durfe, bei dem heraus kam, ob man in den Widerstand gehört oder nicht, (www.habt-keine-angst.de, leider findet man dort nur noch den Trailer) hat es geschafft mich neugierig auf die Serie zu machen.
Pro7 entschied sich für den klugen Schachzug, die erste Staffel der Serie in 4 spielfilmlangen Blöcken á 3 Episoden auszustrahlen. Ich denke, dass die meisten der rekordmäßig erreichten 3,18 Millionen Zuschauer (19,5%), die die ersten 3 Episoden gesehen haben auch wie ich die nächsten drei Wochen dranblieben, allein schon der Spannung wegen.
Die Story folgt zunächst einem einfachen Schema: Außerirdische Besucher kommen, behaupten Sie kommen in Frieden, tuen gutes, schmieden aber einen geheimen Plan. Es bildet sich eine kleine Widerstandsgruppe, die die Besucher durchschauen und vom Rest der Welt als Terroristen abgestempelt werden.
Soweit so gut. Aber das Feuerwerk an Intrigen, Gegen-Intrigen und plötzlichen Handlungswendungen dass die Drehbuch-Schreiber auf den Bildschirm bringen ist bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist nur die schauspielerische Leistung, vorallem der bösen Chefin der Aliens, die vor nichts (absolut garnichts) scheut, um ihren Plan voranzubringen und es dabei herrlich versteht, alle Menschen zu ihrem Gunsten zu manipulieren.
Und das ist ein Punkt der mich sehr fasziniert hat bei der Serie: Es wird einem (durch den Reporter Chad Decker, der als Sprachrohr der Aliens dient) in einer fürs Fernsehen ungewohnt deutlichen Art gezeigt, wie manipulativ die Medien und insbesondere das Fernsehen selbst sind und Einfluss auf die Wahrnehmung und damit im Enddefekt auch die Gefühle des Menschen haben. Auch wird thematisiert (und das in einer US-Serie!) das vermeintliche Terroristen auch nur Menschen sind, die für ihre Überzeugungen einstehen und das es sehr auf den Standpunkt ankommt, wer ein Terrorist ist, und wer nicht.
Die erste Staffel endet zudem in einem höchstspannenden Cliffhanger, der mich jetzt schon ganz kribblig auf die Fortsetzung macht. (Bisher konnte noch ich widerstehen, im Netz zu schauen, wie es weitergeht, aber ich weiß nicht wie lange noch.)
Also für alle die jetzt Bock auf die Serie bekommen haben, die zweite Staffel kommt noch dieses Jahr auf Pro7 und ich nehme an, das vorher (evtl. auf einem Nischensendeplatz) die erste nochmals wiederholt wird. Wenn nicht, kauft/oder leiht Sie euch sobald sie auf DVD erschienen ist, oder bedient euren Torrent-Client/Rapidhoster, fragt den freundlichen Nerd von nebenan (es sind ja nur 12 Folgen) oder wie auch immer, ihr wisst ja sicher wie sowas geht.
Ihr habt meine wärmste Empfehlung und "habt keine Angst", ich bin zurück! ;)

Freitag, 30. Juli 2010

Inception

Am Mittwoch war ich in der Vorpremiere von "Inception". Ich bin ohne großartige Erwartungen ins Kino, hat mir doch die Webseite des Kinos "DEN Film des Jahres" versprochen, und das ist normalerweise der Marketingslang für: "Uns ist zu dem Film echt nix besseres eingefallen als DAS." Der Trailer sah zwar recht vielverprechend aus, war aber auch gleichzeitig ziemlich nichtssagend.
Aber die weltbeste Verlobte wollte unbedingt New Moon sehen, welches ich hingegen unbedingt vermeiden wollte, also trafen wir uns mit Björn und Melanie und wir Jungs sahen uns Inception an, während die Mädchen bleichen Teenie-Stars hinterherschmachteten.



Inception ist einer der wenigen Filme die einen nach dem Kino inspiriert zurücklassen. Er schafft es seine Zuschauer mit interessanten Ideen anzustecken und einen zum Nachdenken zu bringen. Traditionell sind es ja die Science-Fiction-Filme die schaffen, dass man seine Welt mit neuen Augen betrachtet.
Bestes Beispiel hierfür ist Matrix. Ist die Welt in der wir leben real, oder leben wir in einer künstlichen Traumwelt? Inception führt diese Idee auf eine neue Ebene, indem er das Träumen innerhalb eines Traumes thematisiert und auf die Vorgänge eingeht, die sich während des Träumens in unserem Unterbewusstsein abspielen. Eine weitere Parallele zu Matrix ist die Perfektion und Hingabe mit der Christopher Nolan seine Vision umsetzt. Alles ist stimmig. Die Actionsequenzen sind perfekt choreographiert, die Optik ästhetisch-kühl, und die Story wird nach und nach immer komplexer.

Viel besser als in Matrix ist allerdings die Schauspielerische Leistung. Leonardo DiCaprio, der mich von Film zu Film immer mehr begeistert spielt meisterlich und auch der Rest des Casts ist gut gewählt und weiß zu überzeugen.

Fazit : Endlich mal wieder ein intelligenter Hollywood-Blockbuster. Wer Matrix mochte, wird Inception lieben. Und auch allen anderen, die intelligentes Kino mögen wird der Film gefallen.

Hier noch ein paar Links:

Trailer für Inception findet ihr unter anderem auf Moviemaze.

Eine sehr interessante (englische) Interpretation des Films, der ich mich größtenteils anschließe findet ihr hier (The Meaning and Secret of Inception), allerdings solltet ihr die erst lesen nachdem ihr den Film gesehen habt.

Vor kurzem auf diesem Blog: Waking Life, ein weiterer Film der sich mit Träumen innerhalb des Träumens und luzidem Träumen (sich des träumens bewusst sein) auseinandersetzt. Ruhiger und anstrengender, aber nicht weniger lohnend.

Sonntag, 29. November 2009

Mosaik - Leandi EP


Heute gibt es mal wieder etwas kostenlose Musik bei mir, und zwar von Mosaik.

Mosaik ist ein schwedischer Electronica Künstler, auch als Radix bekannt und er macht wunderschöne und entspannende Musik.
Genau das richtige um sich einfach mal treiben zu lassen.

Hier seine neue EP Leandi, die man sich hier anhören sowie in sämtlichen erdenklichen Formaten herunterladen kann:

<a href="http://mosaik.bandcamp.com/album/leandi">Leandi by Mosaik</a>

Montag, 21. September 2009

Paniq - From Zero To Hero


Es gibt mal wieder was auf die Ohren! Paniq alias Leonard Ritter hat ein neues Album veröffentlicht, das wie immer erstklassige elektronische Musik fernab des Mainstreams bietet.
In ausgefallenen Arrangements ertönen klare Beats zu eingängigen Melodien.
Dass er das Album der Piratenpartei widmet, merkt man an Tracknamen wie The Net Generation, Piratenswing und The Five Percent Frontier.
Das Album gibts hier zum Download.
Und alle so: "Yeaahh!"

Zum Reinhören:

Freitag, 27. Februar 2009

AY Riders

ZX Spectrum
Der ZX Spectrum von Sinclair ist ein britischer Homecomputer aus der Zeit des C64, der hierzulande jedoch vom C64 wie ein Tornado vom Markt geblasen wurde. Ganz anders jedoch in seinem Heimatland und in der ehemaligen Sowjetunion. Vor allem im Ostblock war der kleine schwarze und seine zahlreichen Klone sehr populär. Und ganz wie beim C64 hierzulande hat er dort auch heutzutage noch viele Fans.

Der AY-ChipUnter anderem die retro Chipmusic Formation AY Riders (benannt nach dem verbauten Sound Chip AY-3-8910 von Genearal Instrument), um die es hier heute geht.
Die holen nämlich ungeahnte Sounds aus dem Kasten und schließen auf Live Auftritten auch gerne mal 3 Spectrums synchron um mit Mehrkanal-Sound zu rocken.
Und das beste: Ihre Musik gibt es kostenlos im Netz.

Vor allem hat es mir folgender Mix ihrer besten Lieder angetan:


Download der MP3: Hier (36MB)
Download der Cue-Sheet-Playlist: Hier (1kb)
Flash-Player:






Der Mix wurde als Episode 53 des auch sehr empfehlenswerten Bitjam Podcasts released, bei dem es sich jede Woche um freie elektronische Musik der Demoscene dreht.
Have fun!

Donnerstag, 13. März 2008

John Rain lebt in Tokio - fühlt sich dort aber nicht so richtig zu Hause. Seine Mutter ist Amerikanerin, sein Vater Japaner. Er war immer der Außenseiter, in beiden Welten.
Nach der Schule in Japan zog er in die USA, kämpfte als Freiwilliger in Vietnam, und arbeitete danach für die CIA, bis er schließlich nach Tokio zurückkehrte.

John Rain ist ein Auftragskiller - spezialisiert auf natürliche Tode.
Er führt seine Aufträge mit kaltblütiger Präzision aus, und ist zur Freude seiner Kunden stets erfolgreich. Um nicht aufzufallen hat er sich eine zweite Identität zugelegt, führt eine Scheinfirma, wohnt nie länger als ein paar Monate in einer Wohnung, hält zu (fast) keinem Menschen festen Kontakt. Er lebt das Leben eines Geistes.

John Rain hat einen schlechten Tag.
Er soll einem alten Partei-Funktionären den Saft abdrehen, was er auch wortwörtlich tut, indem
er dessen Herzschrittmacher am helligten Tag in der Tokioter U-Bahn per Funk ausgeschaltet. (So wie es ihm einige Washingtoner Hacker nun nachgemacht haben)
Plötzlich wird er nicht nur von der Tokioter Polizei sondern auch der CIA gejagt, die beide denken, er habe eine CD mit brisanten Daten, die vorher im Besitz des Toten war.
Und dann verliebt er sich auch noch dessen hübsche Tochter, eine talentierte Jazz-Musikerin.

Wie der sympatische Protagonist aus dem ganzen Schlamassel wieder herauskommt, erzählt Barry Eisler in seinem Debut-Roman "Tokio Killer".
Das tolle an dem Buch ist, dass es perfekt recherchiert und super realistisch ist. Das liegt daran, dass Barry Eisler selber schon 3 Jahre lang für die CIA gearbeitet hat und auch schon in Tokio gelebt hat. Er beschreibt die Stadt so, dass man die Schauplätze des Buches mühelos wieder erkennen könnte. (Wenn man sich dafür auch ziemlich oft in Whisky-Bars aufhalten müsste)
Ein sympathischer Hauptdarsteller (der auch eine dunkle Seite hat), die nächtliche Kulisse Tokios, eine verführerische Frau, die CIA - was will man mehr.

Mathias hat mir das Buch empfohlen, und als ich dann erst einmal angefangen habe es zu lesen habe ich es kaum mehr aus der Hand legen können, so verdammt spannend ist das Teil. Zum Glück gibt es mittlerweile weitere Bücher von Barry Eisler mit John Rain in der Hauptrolle.

Dienstag, 19. Februar 2008

Demovibes


Heute gibt es mal wieder gute kostenlose Musik bei mir im Blog.
Sogar Albumweise.
Auf www.demovibes.org kann man sich die beste elektronische Musik der Demoszene herunterladen.
Von Drum'n'Base, House über Triphop, Dance, Italo, Psytrance etc. dürfe für alle Geschmäcker was dabei sein.
Die Compilations liegen jeweils als einzelne mp3-Datei vor, zusammen mit einer .cue Datei, die der Aufteilung in einzelne Lieder dient.
Wenn man eine solche Aufteilung denn überhaupt benötigt, denn die Tracks wurden perfekt zusammengestellt/gemixt von William Lamy, einem französischen DJ, in der Demoszene besser als Willbe bekannt.
Der Netzpirat wünscht viel Spaß!

P.S. : Cuesheet-Dateien können übrigends mit Foobar geöffnet werden, dem besten Musik-Player ever, zumindest unter Windows. Tabbed-Playlists, Baby! ;-)

Montag, 4. Februar 2008

Das Beste kommt zum Schluss


Edward Cole ist eine Heuschrecke. Er leitet einen riesigen Konzern der in den USvonA Krankenhäuser privatisiert, rationalisiert und damit Millionen macht. Er ist ein knallharter, egoistischer, ernergiegeladener Manager, doch eines Tages spuckt er Blut und muss zum ersten mal in seinem Leben ins Krankenhaus. Er hat Krebs, und beginnt eine langwierige Therapie. Sein Zimmergenosse Carter teilt sein Schicksal, mehr aber auch nicht. Carter ist ein schwarzer Automechaniker der eigentlich Philosophie-Professor werden wollte. Die ungleichen Männer gewöhnen sich aneinander, langsam beginnt eine Freundschaft. Es trifft sie hart, als sie erfahren dass sie nur noch 6 Monate, höchstens noch 1 Jahr zu Leben haben. Also beschließen sie ihr Leben noch einmal so richtig zu genießen, und legen eine Liste der Dinge an, die sie in ihrem Leben noch erleben wollen. Die alten Männer springen Fallschirm, liefern sich wilde Autorennen, reisen um die Welt. Doch ihre Familien führen sie am Schluss wieder in die Heimat.

Das Beste kommt zum Schluss ist ein lustiger, manchmal ernster aber auf jeden Fall nachdenklicher Film, der nicht auf die Tränendrüse drückt. Jack Nicholson als Cole darf wieder in seiner Paraderolle als zynischer, selbstgerechter, egoistischer Macher, mit einem gut versteckten weichen Kern unter der harten Schale punkten. Morgan Freeman spielt den nachdenklichen Carter, der hobbymäßig ein wandelndes Lexikon mimt. Cole und Carter schenken sich nichts, wenn sie sich Wortgefechte liefern, freuen sich wie Schuljungen und stehen sich nahe im Angesichts des Todes. Es macht einfach Spaß den beiden bei ihrer letzten großen Reise zuzuschauen.
Das Beste kommt zum Schluss ist ein schöner, positiver Film mit der Message : Es ist nie zu spät! Fang an das aus deinem Leben zu machen was du willst!
Zum Glück wird diese einem aber nicht Hollywood-typisch mit dem Vorschlaghammer nahegebracht, sondern ist einfach den ganzen Film über zu spüren. Bei mir hat's gewirkt, zumindest im Hinsicht auf die anstehenden Klausuren. ;-)

Dienstag, 15. Januar 2008

Teenage Mutant Ninja Turtles


"Hey jetzt komm'n die Hero Turtles! Superstarke Hero Turtles! Jeder kennt die Hero Turtles! Immer auf der Lauer. Und immer etwas schlauer.."
Wer kennt Sie nicht, wer liebt sie nicht? Die grünen Ninja-Reptilien, Helden aus unserer Kindheit.
(Mein bester Freund von mir hatte alle Action-Figuren, plus Schredder-Hauptquartier, die große weiße Kugel mit dem Auge, ihr wisst schon!)

Sie sind also zurück, etwas düsterer, 3D animiert, und insgesamt an die heutigen Trends angepasst.
Aber lang ist's her und so haben auch unser bepanzerten Freunde neue Jobs wie z.B. Kinderpartyschreck oder Call-Center-Agent gefunden. Leonardo ist auf nem Selbstfindungstrip im panamerikanischen Dschungel und es herrscht Missmut und Unzufriedenheit.

Also muss sich in der ersten Hälfte des Filmes die knackigen Kiefermäuler erst wieder zusammenraufen.
Außerdem müssen noch 4 Steinkrieger erweckt, ein Fluch ausgeprochen und ca. trölf Monster erweckt werden. Schredder darf leider nicht mitspielen, dafür aber seine Ninjaartigen Helfershelfer und deren neue Anführerin.

Ab da fühlt sich der Film dann wieder an wie eine klassische Turtles-Episode.
Einziger Makel:
Als Fan der quietschbuntgenialen 2D Iteration der Panzertiere wird man leider die oben zitierte orginal Titelmelodie, gesungen von Frank Zander (!) vermissen, die man als Kind immer lautstark mitgegröhlt hat. Naja, dafür gibts ja Youtube. (auch auf englisch) :-)

Fazit:

Auf Empfehlung des Kapitäns und der Ninja-Turtle-Ausbilder-Ratte, bietet das Menü des Tages : Dresche für die Bösen, serviert auf Pizza alla Alfredo, gewürzt mit kernigen One-Linern und "Cawabunga"-Ausrufen. *Rauchbombe schmeiß*

Update:
Seit 2003 gibt es auch eine neue Turtles Serie, die man sich hier komplett legal online anschauen kann (allerdings mit ein wenig Werbung). Cawabunga!

Mittwoch, 5. Dezember 2007

"Never seen the Light of Day"

Die Schweden von Mando Diao sind zurück mit ihrem 4. Studio-Album innerhalb von weniger als 4 Jahren. Und wie sie zurück sind.
Vom Musikstil halten sie sich dieses mal weniger an E-Gitarren und klassischen Rock, sondern sind besser als sehr melodischer Gitarren-Rock mit Streichern zu beschreiben. Es scheint als hätten sie sich eine Scheibe von ihren Kollegen von Moneybrother abgeschnitten, denn schon der Opener und aktuelle Single "If I Don't Live Today, Then I Might Be Here Tomorrow" hätte fast so gut auch ein Stück von eben diesen sein können.
Trotz alledem bleiben es natürlich auch die guten alten Mando Diao, wie wir sie kennen und lieben, mit ihrem temperamentvollen, emotionalen Gesang, der sich manchmal auch ins Schreien steigert. Sie geben einfach wieder alles, und beweisen - wie schon mit dem Vorgängeralbum "Ode to Ochrasy" - mal wieder, dass sie mehr können als straight-forward Garage-Rock.
Damit spielen sie sich sicherlich wieder an die Spitze der schwedischen und britischen Charts, an meine Spitze haben sie es indes schon geschafft. :-)

Samstag, 24. November 2007

A bad week in a tough town..

"Kiss Kiss Bang Bang" ist ein Pulp Fiction, der den Titel ernst nimmt.
Keine Regie-Spielereien, keine verdrehte Zeitachse oder Film-Zitate vom Fließband.
Nein, dieser Groschenroman fühlt sich wirklich echt an.
Also so echt wie sich ein Groschenroman nun mal anfühlen kann.. ;-)

Es gibt nämlich natürlich hübsche Mädchen, böse Väter, Privatdetektive, Leichen.. Kiss Kiss Bang Bang eben.
Diese Zutaten arrangiert Regisseur und Drehbuchschreiber Shane Black in eine temporeiche Story, die teilweise so übertrieben konstruiert ist, dass man sich entweder nicht mehr auf dem Stuhl halten kann ("Nein, nicht auch das noch!"), oder aber überrascht von den plötzlichen Wendungen ist ("War die nicht tot?").

Natürlich wird sie lässig vom Hauptdarsteller selbst erzählt, denn nur so kommt das echte Feeling auf (Jerry Cotton lässt grüßen).
Konsequenterweise führt das ganze nach knapp 98min spannender, amüsanter, manchmal etwas billigen Unterhaltung zu einem Happy End, bei dem das Rätsel gelöst ist und die Bösen alle tot sind. Aber das muss auch so sein. ;-)

Achja, die Mineapolis Star Tribune (und die müssens wissen, oder?) meinte dazu :
"Movies don't get much cheesier than this -- or much more fun."

Samstag, 3. November 2007

Free Fun

Kostenlose Games gibt es viele. Aber kaum welche sind so aufwendig produziert und machen so viel Spaß wie die folgenden zwei.

Trackmania Nations ist ein Funracer, der diesen Titel wirklich verdient hat. Es macht nämlich einfach nur Spaß mit 200 Sachen über wahnwitzige Parcours mit Schanzen, Steilkurven, Loopings etc. zu heizen. Dazu kommt eine echt gute Grafik - man achte auf die Räderaufhängung und die Spiegelungen des Autos - und ein Multiplayer, den man sowohl im LAN als auch im Internet zocken kann. Und dann gibt es noch den Leveleditor mit dem man seine eigenen Achterbahnen Rennstrecken basteln (Carrera-Bahn Feeling deluxe) und in der ziemlich aktiven Community präsentieren kann. Fast nicht vorhandenene Ladezeiten sind das Sahnehäubchen.
Fazit : Fans des alten "Stunts"-Spiel auf dem 486er und alle die nicht so auf Simulation stehen, sondern mehr auf Spektakuläre Action, werden es lieben!
Download : Trackmania Nations (265MB)


Die zweite Empfehlung nennt sich Nexuiz und ist ein OpenSource Ego-Shooter. Basierend auf einer arg aufgemotzten Quake 1 (!) Engine bietet er alles was das Quake und UT-Spielerherz höher schlagen lässt : Geile Grafik mit HDR, Bloom etc, coole Maps und gutes Weapon-Balancing. Das ganze kann man natürlich auch online oder im LAN zocken, unter Windows, Linux und Mac. Das einzige was mir dabei fehlt ist eine coole Annoncer Stimme wie bei UT, die mir dann hübsche Wörter wie "Monsterkill" oder "Dominating" ins Ohr flüstert.. ;-) Wer jetzt noch nicht überzeugt ist kann sich weitere Screenshots und ein Video hier ansehen.
Fazit : BAM BOOM BANG! *g*
Download : Nexuiz (273MB)

Wem das jetzt alles zu modern und schnell und 3D, und überhaupt nicht oldschool genug ist, der kann sich auch GTA2 kostenlos bei Rockstar herunterladen oder das orginale Command&Conquer.

Have fun! :)

Dienstag, 23. Oktober 2007

Musique

Heute geht es hier wieder um neue kostenlose Musik.
Den Rock-Fans unter euch kann ich zwei Studenten-Bands aus dem Saarland empfehlen :
Casino Zero und Les Mystiques, die jeweils kostenlos Lieder auf ihren Homepages anbieten.

Die nächste Empfehlung schont nicht nur euren Geldbeutel, sondern auch eure kostbare Bandbreite. :-)
Denn die dänischen Demogruppe TBC hat es geschafft 3 Lieder elektronischer Musik + einen schicken Player in nur 4Kilobyte zu packen. Der Screenshot den ihr rechts sehen könnt ist 10mal größer, als das ganze Programm, das ihr euch hier herunterladen könnt.
Wem das zu wenig ist, der kann sich auf demovibes.org ganze Sampler freie, chillige, elektronische Musik herunterladen.
Have fun!

Freitag, 12. Oktober 2007

Waking Life

Ich interessiere mich mittlerweile schon etwas länger für luzide Träume. Genauer gesagt seit dem Tag, an dem ich den Film "Waking Life" spätabends auf 3sat gesehen habe.
In dem Film geht es um einen jungen Mann, der scheinbar verschiedene Traum-Ebenen durchschreitet. Er wacht immer wieder auf, nur um kurze Zeit später zu bemerken, dass er noch immer am Träumen ist. Er ist wohl Philosophie- oder Psychologie-Student, denn er trifft sich oft mit mal mehr, mal weniger klugen Menschen in Cafés/Bars etc. um über seine Erlebnisse und den möglichen Deutungen der ganzen Geschichte oder auch des Sinn des Lebens zu diskutieren. Irgendwann ist er sich dessen bewusst, dass er träumt und beginnt damit auszuprobieren was alles im Traum möglich ist..

Ein sehr interessanter Film, der auch ziemlich außergewöhnlich produziert wurde. Wenn ich nun euer Interesse an dem Film geweckt habe, könnt ihr hier ein ausführlicheres Review dazu lesen. Wer sich ihn anschauen will, der kann ihn sich auch gerne von mir ausleihen.

Ein luzider Traum oder auch Klartraum genannt, ist ein Traum in dem sich der Träumer dessen bewusst ist zu träumen.
Man kann in gewissem Maße Einfluss auf den Traum nehmen, es gibt Studien in denen untersucht wird, ob motorisches Lernen ohne physischen Körpereinsatz in einem Klartraum möglich ist. Das heißt, ob man wenn man im Traum immer Surfen geht, und dies sozusagen trainiert, dieses Wissen auch hat wenn man wieder wach ist. Coole Sache, finde ich. :-)

Ich denke, dass ich schon ein paar mal Klarträume hatte, aber ich hatte mich damals noch nicht wirklich mit dem Thema befasst, und habe dann auch nicht groß in den Traum eingegriffen. Ich glaube ich habe es einfach ein wenig genossen, das ich träume und mir dessen bewusst bin... Kurz danach bin ich auch schon wieder aufgewacht.

Wart ihr euch schon mal im klaren darüber das ihr euch in einem Traum befindet? Wenn ja, habt ihr Einfluss auf den Verlauf des Traumes genommen? Oder findet ihr das alles Humbug und Quatsch? Ich bin gespannt auf eure Kommentare! Wer lieber Arno Nühm bleiben will, der kann auch einfach an der Umfrage in der Seitenleiste teilnehmen.