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Freitag, 13. März 2009

Nicht Waffen töten Menschen - RaubMordKopierKillerspiele töten Menschen.

Zitat:
Natürlich wären die Verbrechen bei Amokläufen nicht ohne scharfe Waffen möglich gewesen. Und man hat ja aus dem Besitz solcher Waffen Konsequenzen gezogen in der Bundesrepublik bezüglich des Waffengesetzes und der Kontrolle von Waffenscheinen - auch bei Sportwaffen, Schützenvereinen et cetera. Bei Steinhäuser war feststellbar, dass die von ihm verwendeten Killerspiele ihn zu einer unglaublichen Zielgenauigkeit geführt haben und er bei seinem Amoklauf durch das Gutenberg-Gymnasium nur aufgrund dieser monatelangen Übungen in der Lage war, eine solche Anzahl von Menschen zu erschießen, obwohl er keineswegs ein sportlicher Typ war.


Geballte Inkopetenz dieses mal von Karl Heinz Gasser (CDU) - einem unserer Innenminister (im Land Thüringen). (hier das ganze Interview bei tagesschau.de)

Genau. Killerspiele üben uns das Zielen mit einer Waffe und machen sportlich!
Dass Steinhäuser (der Amokläufer von Erfurt 2002) im Schützenverein war und dort das Zielen gelernt hat und durch diesen auch an scharfe Waffen gekommen ist (siehe hier) lassen wir mal außen vor.
Und das psychische Probleme und evtl. mangelndes Interesse seitens der Eltern daran was ihre Kinder so beschäftigt/sorgt wohl eher die Hauptgründe für Amokläufe sind, und man mit einer sinnvollen Politik dort ansetzten müsste sowiso.

Denn das wär ja Arbeit. Irgendwas verbieten (und zwar nicht die Mitgliedschaft von Jugendlichen in Schützenvereinen - da wo man wirklich schießen lernt) wirds schon richten.

Donnerstag, 13. März 2008

John Rain lebt in Tokio - fühlt sich dort aber nicht so richtig zu Hause. Seine Mutter ist Amerikanerin, sein Vater Japaner. Er war immer der Außenseiter, in beiden Welten.
Nach der Schule in Japan zog er in die USA, kämpfte als Freiwilliger in Vietnam, und arbeitete danach für die CIA, bis er schließlich nach Tokio zurückkehrte.

John Rain ist ein Auftragskiller - spezialisiert auf natürliche Tode.
Er führt seine Aufträge mit kaltblütiger Präzision aus, und ist zur Freude seiner Kunden stets erfolgreich. Um nicht aufzufallen hat er sich eine zweite Identität zugelegt, führt eine Scheinfirma, wohnt nie länger als ein paar Monate in einer Wohnung, hält zu (fast) keinem Menschen festen Kontakt. Er lebt das Leben eines Geistes.

John Rain hat einen schlechten Tag.
Er soll einem alten Partei-Funktionären den Saft abdrehen, was er auch wortwörtlich tut, indem
er dessen Herzschrittmacher am helligten Tag in der Tokioter U-Bahn per Funk ausgeschaltet. (So wie es ihm einige Washingtoner Hacker nun nachgemacht haben)
Plötzlich wird er nicht nur von der Tokioter Polizei sondern auch der CIA gejagt, die beide denken, er habe eine CD mit brisanten Daten, die vorher im Besitz des Toten war.
Und dann verliebt er sich auch noch dessen hübsche Tochter, eine talentierte Jazz-Musikerin.

Wie der sympatische Protagonist aus dem ganzen Schlamassel wieder herauskommt, erzählt Barry Eisler in seinem Debut-Roman "Tokio Killer".
Das tolle an dem Buch ist, dass es perfekt recherchiert und super realistisch ist. Das liegt daran, dass Barry Eisler selber schon 3 Jahre lang für die CIA gearbeitet hat und auch schon in Tokio gelebt hat. Er beschreibt die Stadt so, dass man die Schauplätze des Buches mühelos wieder erkennen könnte. (Wenn man sich dafür auch ziemlich oft in Whisky-Bars aufhalten müsste)
Ein sympathischer Hauptdarsteller (der auch eine dunkle Seite hat), die nächtliche Kulisse Tokios, eine verführerische Frau, die CIA - was will man mehr.

Mathias hat mir das Buch empfohlen, und als ich dann erst einmal angefangen habe es zu lesen habe ich es kaum mehr aus der Hand legen können, so verdammt spannend ist das Teil. Zum Glück gibt es mittlerweile weitere Bücher von Barry Eisler mit John Rain in der Hauptrolle.